JOLLY CAFFÈ — DIE STILLE RÖSTEREI AM RAND VON FLORENZ

Man erwartet hinter einer bekannten italienischen Kaffeemarke ein Werkstor, eine Empfangshalle, vielleicht eine Glasfassade. Bei Jolly Caffè am Rand von Florenz betritt man stattdessen einen schmalen Gang mit altem Teppichboden — und genau das ist der Punkt. Ich komme seit rund zwanzig Jahren in diese Rösterei, und in dieser Zeit hat sich dort so gut wie nichts verändert. 

Dieser Beitrag ist mein persönliches Porträt eines Betriebs, der nie laut war und es bis heute nicht ist. Sie erfahren, wer Jolly gegründet hat, warum die Familiengeschichte dramatischer ist als jede Marketingerzählung, und was es praktisch bedeutet, dass hier jede Kaffeesorte einzeln geröstet wird. Viel Spaß bei der Lektüre!

Auf einen Blick:

  • Jolly Caffè entstand 1953 in Florenz und geht auf Dante Belardinelli zurück; der Betrieb sitzt heute in Grassina, Bagno a Ripoli, am südöstlichen Stadtrand von Florenz.
  • Mit rund 30 Mitarbeitern ist Jolly eine kleine Rösterei — die Produktion passt auf eine Etage mit zwei Trommelröstern.
  • Jolly röstet die Herkünfte einzeln und mischt erst danach. Jede Sorte bekommt so ihre eigene Röstkurve statt einer gemeinsamen Kompromisskurve.
  • Gründer Dante Belardinelli wurde 1989 entführt und nach rund 65 Tagen befreit — ein Fall, der Italien beschäftigte und später verfilmt wurde.
  • Die bekannteste Röstung im Sortiment ist der Jolly Espresso Crema mit zwölf Arabica-Sorten aus der Karibik und Lateinamerika.

LESEZEIT: 12 Minuten

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ein Haus, in dem die Zeit stehen geblieben ist
  2. Dante Belardinelli — der Mann hinter dem Namen
  3. Jolly Caffè in Zahlen
  4. Der Röstraum: zwei Trommeln, eine Sorte nach der anderen
  5. Giacomo — mein Mann in Florenz
  6. Was im Jolly Espresso Crema steckt
  7. Warum ausgerechnet Florenz
  8. Fazit
  9. FAQs

1) Ein Haus, in dem die Zeit stehen geblieben istGebäude der Rösterei Jolly Caffè bei Florenz mit rotem Dachschriftzug und Tonnendächern

Jolly Caffè ist eine familiengeführte italienische Kaffeerösterei in Grassina, einem Ortsteil von Bagno a Ripoli am südöstlichen Rand von Florenz. Von Weitem sieht man nur eines: den großen roten Schriftzug auf dem Dach. Er stammt aus einer Zeit, als man Werbung noch aus Stahl baute, und er ist das einzige Zugeständnis dieses Hauses an die Außenwirkung. Alles darunter ist Funktion — ein langgestreckter Zweckbau mit Tonnendächern, Backstein, Markisen, davor ein Parkplatz, dahinter die Hügel der Toskana. Kein Schauraum, kein Besucherzentrum, kein Werksverkauf mit Verkostungstheke. 

Man betritt einen schmalen Gang. Der Teppichboden liegt dort seit Jahrzehnten. Rechts der Empfang, geradeaus eine Treppe nach oben, ebenfalls mit Teppich belegt. Wer die Treppe hinaufgeht, steht oben unmittelbar vor einer Kaffeemaschine — und bekommt einen Espresso, bevor irgendjemand über Geschäfte spricht. Rechts daneben eine kleine Couch zum Warten. Das ist der gesamte Empfangsbereich. 

Ich schreibe das nicht, um den Betrieb kleinzureden. Im Gegenteil: In den zwanzig Jahren, in denen ich Jolly kenne, wurde in dieses Haus praktisch nicht investiert, und es sieht vermutlich noch genauso aus wie vor vierzig Jahren. Das Geld ist offensichtlich woanders hingegangen — in den Rohkaffee und in die Röstung. Wer schon einmal eine Rösterei besucht hat, die vor allem in Fassade und Erlebniswelt investiert, weiß, dass es diese Reihenfolge auch andersherum gibt. 

Oben liegt außerdem das alte Chefbüro. Ein Arbeitstisch, an dem man eine Sitzung abhalten könnte, an den Wänden viele Fotos des alten Chefs. Dieser Raum erzählt mehr Firmengeschichte als jede Imagebroschüre. Wer sich für solche Häuser interessiert, findet dieselbe Haltung auch bei der Familienrösterei Omkafe am Gardasee, die ich an anderer Stelle porträtiert habe — deren Röstungen finden Sie gebündelt, wenn Sie Omkafe Espresso bestellen möchten. 

Der Mann auf diesen Fotos hat eine Geschichte, die man einer Kaffeerösterei nicht ansieht.

2) Dante Belardinelli — der Mann hinter dem NamenDas alte Chefbüro von Jolly Caffè mit Schreibtisch, Urkunden und Fotos des Gründers

Dante Belardinelli war der Gründer von Jolly Caffè; die Marke entstand 1953 in Florenz und geht auf ihn zurück. Er kam nicht aus dem Kaffee, sondern aus der Bank — im Florenz seiner Zeit nannte man ihn „il ragioniere", den Buchhalter. Der Überlieferung nach stand am Anfang eine Partie Kaffee, die als unverkäuflich galt und die er vollständig an den Mann brachte. Aus dieser Episode wurde ein Unternehmen, das bis heute besteht. 

Ich habe ihn nie kennengelernt. Bei meinem ersten Besuch, das war um 2008 oder 2009, war er noch im Betrieb, aber mein Ansprechpartner war damals Stefano, der den Export betreute und mich durch das Haus führte. Belardinelli starb am 4. Mai 2011 im Alter von 87 Jahren. 

Der Sommer 1989

Am 30. Mai 1989 wurde Dante Belardinelli in der Nähe von Florenz entführt. Er war damals 65 Jahre alt. Hinter der Tat stand die Anonima sarda, jene sardische Entführerszene, die in den achtziger Jahren eine ganze Reihe italienischer Unternehmer verschleppte. Rund 65 Tage blieb er in der Gewalt der Täter. Um die Lösegeldforderung durchzusetzen, schickten die Entführer seiner Frau abgetrennte Teile seiner Ohren. 

Am 3. August 1989 wurde er befreit. Eine Spezialeinheit der italienischen Polizei stürmte den Unterschlupf in einem Ort zwischen Grosseto und Viterbo. Bei dem Schusswechsel kamen zwei der Entführer ums Leben, zwei weitere wurden festgenommen; ein Polizist verlor bei dem Einsatz ein Auge. Der Fall beschäftigte Italien über Jahre und wurde später zur Vorlage der Fernsehproduktion „Doppio agguato". 

Belardinelli hat sich danach öffentlich dafür eingesetzt, dass der Staat härter gegen das Geschäft mit Entführungen vorgeht. Ich erzähle das hier, weil es zu diesem Haus gehört. Wer durch den stillen Gang mit dem alten Teppich läuft und oben die Fotos an der Wand sieht, ahnt nichts davon — und versteht doch besser, warum in dieser Familie manches anders gewichtet wird als in einem Konzern.

3) Jolly Caffè in Zahlen

Die folgende Übersicht fasst die belegbaren Eckdaten der Rösterei zusammen — nützlich, wenn Sie italienische Röstereien vergleichen möchten. 

Marke seit1953, Florenz
GründerDante Belardinelli (1923/24–2011)
SitzVia di Vacciano 9, Grassina, Bagno a Ripoli (Florenz), Toskana
GrößeRund 30 Mitarbeiter
RöstverfahrenTrommelröstung, Herkünfte einzeln geröstet und erst danach gemischt
Bekannteste RöstungEspresso Crema — zwölf Arabica-Sorten aus Karibik und Lateinamerika
Zweites StandbeinWeingut Tenuta San Martino im Chianti (Chianti DOCG, Bio-Olivenöl)
Website der Röstereijollycaffe.it

Der letzte Punkt überrascht viele: Dieselbe Familie bewirtschaftet seit den sechziger Jahren ein Weingut im Chianti mit gut zwanzig Hektar Land. Kaffee und Wein unter einem Familiendach — das ist in der Toskana weniger exotisch, als es klingt.

4) Der Röstraum: zwei Trommeln, eine Sorte nach der anderenItalienischer Trommelröster im Röstraum von Jolly Caffè, davor das Kühlsieb mit Bohnen

Trommelröstung bezeichnet ein Verfahren, bei dem der Rohkaffee in einer rotierenden Metalltrommel über eine vergleichsweise lange Zeit langsam erhitzt wird — bei italienischem Espresso typischerweise über deutlich mehr als zehn Minuten. Bei Jolly stehen dafür zwei italienische Trommelröster, gleich rechts neben dem Verpackungsbereich. Das ist die gesamte Produktion. Man steht in wenigen Schritten davor. 

Und hier passiert der Unterschied, der mir bei Jolly am meisten bedeutet. Jolly röstet die einzelnen Herkünfte getrennt und mischt erst danach. Die Rösterei formuliert das selbst als „origin by origin". In der Praxis heißt das: Der brasilianische Anteil bekommt seine eigene Röstkurve, der guatemaltekische seine, und so weiter. 

Warum das nicht selbstverständlich ist

Viele Röstereien gehen den umgekehrten Weg: Sie mischen die Rohkaffees zuerst und rösten die fertige Mischung in einem Durchgang. Das ist schneller, braucht weniger Chargen und weniger Lagerplatz. Der Preis dafür ist eine Kompromisskurve. Denn verschiedene Bohnen bringen unterschiedliche Dichte, Feuchte und Größe mit. Eine kleine, dichte Hochlandbohne verhält sich in der Trommel anders als eine große, weichere aus dem Tiefland. Wer beide gemeinsam röstet, muss eine Kurve fahren, die für keine der beiden ideal ist. 

Wer getrennt röstet, kann jede Herkunft dort abholen, wo sie ihr Bestes zeigt. Das kostet Zeit, Chargenwechsel und Aufmerksamkeit — und es ist der Grund, warum eine Rösterei mit dreißig Leuten so arbeiten kann und ein Großbetrieb es sich oft nicht leistet. Wenn Sie tiefer verstehen wollen, was in der Trommel eigentlich passiert, hilft mein Beitrag über Espresso-Bohnen und ihre Röstung

Dass sich die Zusammensetzung einer Mischung überhaupt so stark auswirkt, liegt an den botanischen Grundlagen — der Unterschied zwischen den Arten ist erheblich, wie ich im Beitrag Arabica vs. Robusta ausführe.

5) Giacomo — mein Mann in FlorenzWalter Gefäll vom Kaffee-eShop vor dem Schriftzug der Rösterei Jolly Caffè in Florenz

Mein Ansprechpartner bei Jolly ist seit vielen Jahren Giacomo Pisaneschi — er gehört zur Familie und zur Entscheidungskette des Hauses. Die Familienkonstellation hinter Jolly ist verwoben: mehrere Familienzweige, Tanten und Onkel mit Aufgaben im Betrieb, ein anderer Nachname als der des Gründers. Nach außen tritt davon wenig in Erscheinung, jedenfalls im Export. Entschieden wird im Familienkreis, und das merkt man an der Geschwindigkeit — hier wird nichts über Nacht umgeworfen, nur weil ein Trend gerade läuft. 

Aus der Geschäftsbeziehung ist über die Jahre eine Freundschaft geworden. Wenn ich in Florenz bin, gehen wir essen, und dann kann es passieren, dass wir stundenlang über Kaffee reden — über Röstprofile, über den Markt, über die Frage, warum bestimmte Dinge in Deutschland und Österreich anders ankommen als in Italien. 

Was mir an Giacomo imponiert: Er legt einen Ehrgeiz an den Tag, der sich nicht in der Außendarstellung zeigt, sondern in der Trommel. Diese Haltung — Qualität vor Auftritt — ist auch in der italienischen Kaffeekultur die Ausnahme, und er lebt sie kompromisslos. 

6) Was im Jolly Espresso Crema steckt

Der Jolly Espresso Crema ist die bekannteste Röstung des Hauses und eine reine Arabica-Komposition aus zwölf Sorten mit Herkünften in der Karibik und in Lateinamerika. Zwölf Herkünfte bedeuten bei Jollys Arbeitsweise auch zwölf einzelne Röstvorgänge, bevor überhaupt gemischt wird. Das erklärt, warum diese Röstung im Betrieb so viel Aufmerksamkeit bindet. 

Im Charakter ist der Crema ein weicher, runder Espresso ohne Kanten — kein Kaffee, der laut auf sich aufmerksam macht. Genau das ist die florentinische Handschrift und der Unterschied zu einer neapolitanischen Röstung mit hohem Robusta-Anteil, wie ich sie im Beitrag über Kaffee in Neapel beschreibe. Beides sind eigenständige Stilrichtungen, keine Rangfolge — welcher davon Ihnen zusagt, hat mit Ihrem Geschmack zu tun und nicht mit einer Qualitätsstufe. 

Welche Zubereitung dazu passt

Der Espresso Crema funktioniert im Siebträger ebenso wie im Vollautomaten. Für den Siebträger finden Sie die Grundlagen in meinem Beitrag Kaffee für Siebträger-Einsteiger, für die Maschine mit Mahlwerk im Beitrag über die besten Kaffeebohnen für Vollautomaten. Wichtiger als die Maschine ist in beiden Fällen der passende Mahlgrad, weil er über Durchlaufzeit und Extraktion entscheidet. 

Was Sie an der Tasse ablesen können und was nicht, habe ich außerdem im Beitrag Was die Crema über den Espresso verrät beschrieben — der Name der Röstung ist nämlich kein Versprechen für eine bestimmte Schaumhöhe. 

Das Jolly-Sortiment im Überblick

Neben dem reinen Arabica-Crema führt Jolly mit dem TSR eine zweite Espressoröstung, die einen Robusta-Anteil mitbringt. Das ist keine Rangfolge, sondern eine andere Richtung: mehr Körper und ein kräftigerer Auftritt in der Tasse, während der Crema die weichere Linie fährt. Welche der beiden zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie Sie Ihren Espresso trinken — pur oder mit Milch. 

  • Espresso Crema, 1000 g Bohnen: die Hauptröstung des Hauses, zwölf Arabica-Sorten — Jolly Espresso Crema 1000 g
  • Espresso Crema, 500 g: die kleinere Packung zum Kennenlernen — Jolly Espresso Crema 500 g
  • Espresso Crema gemahlen, 250 g: für alle ohne Mühle — Jolly Espresso Crema gemahlen
  • Espresso TSR, 500 g Bohnen: die kräftigere Schwester des Crema — 70 % Arabica aus Brasilien, Costa Rica, Honduras, Guatemala, Kolumbien, Puerto Rico, Haiti und Santo Domingo, dazu 30 % Robusta aus Indonesien und Brasilien. Auch hier wird jede Herkunft einzeln geröstet — Jolly Espresso TSR
  • Espresso koffeinfrei, 500 g: die entkoffeinierte Variante des Hauses — Jolly koffeinfrei

Das komplette Sortiment des Hauses finden Sie gebündelt, wenn Sie Jolly Kaffee kaufen möchten. Wer breiter vergleichen will, findet bei uns außerdem italienische Kaffeebohnen kaufen als übergeordnete Kategorie mit allen Röstereien im Sortiment.

7) Warum ausgerechnet Florenz

Florenz ist die Hauptstadt der Toskana und für Kaffee weniger bekannt als Neapel, Triest oder Rom — was nichts über die Qualität der ansässigen Röstereien sagt, sondern über die Lautstärke der jeweiligen Kaffeetradition. Ich fahre seit über zwanzig Jahren regelmäßig hin, und für mich ist es eine der schönsten Städte Italiens. Die Innenstadt mit dem Dom gehört zu den Orten, an denen ich nie das Gefühl habe, sie schon oft genug gesehen zu haben. 

Der toskanische Espresso ist im Vergleich zum süditalienischen tendenziell zurückhaltender und arabica-betonter. Wer den Unterschied zwischen den italienischen Regionen einmal systematisch nachlesen will, findet ihn in meinem Beitrag Kaffee in Italien. Und wenn Sie das nächste Mal an einer Bar in Florenz stehen, hilft der Bar-Codex zum Bestellen in Italien

Zwischen Dom und Rösterei liegen keine zehn Kilometer. Man kann vormittags durch die Uffizien gehen und mittags in einem Röstraum stehen, in dem seit vierzig Jahren derselbe Boden liegt. Diese Gleichzeitigkeit ist sehr italienisch — und einer der Gründe, warum ich diesen Beruf mag.

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8) Fazit

Jolly Caffè ist eine Rösterei, die man übersehen kann — und die genau deshalb interessant ist. Ein unscheinbares Haus am Stadtrand von Florenz, dreißig Leute, zwei Trommeln, alter Teppich, und dahinter eine Familiengeschichte, die härter ist als alles, was auf einer Kaffeepackung stehen würde. Dass hier jede Herkunft einzeln geröstet wird, ist keine Marketingformel, sondern eine Entscheidung, die Zeit kostet und die man in der Tasse wiederfindet. 

Wenn Sie eine Bohne suchen, die nicht polarisiert, sondern jeden Tag funktioniert, ist der Espresso Crema ein guter Ausgangspunkt. Und wenn Sie ohnehin einmal nach Florenz fahren: Der Dom ist beeindruckend, aber die interessanteren Geschichten stehen manchmal zehn Kilometer weiter draußen, hinter einem alten Gang mit Teppichboden.

9) FAQs

Wo sitzt die Rösterei Jolly Caffè?

Jolly Caffè sitzt in der Via di Vacciano 9 in Grassina, einem Ortsteil der Gemeinde Bagno a Ripoli am südöstlichen Stadtrand von Florenz in der Toskana. Vom Zentrum von Florenz sind es weniger als zehn Kilometer. 

Seit wann gibt es Jolly Caffè?

Die Marke Jolly Caffè entstand 1953 in Florenz und geht auf Dante Belardinelli zurück. Der Betrieb ist bis heute in Familienhand und beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. 

Was bedeutet es, dass Jolly die Sorten einzeln röstet?

Jolly röstet jede Herkunft getrennt in eigenen Chargen und mischt die Röstungen erst danach zur fertigen Mischung. Jede Bohne bekommt dadurch die Röstkurve, die zu ihrer Dichte und Größe passt. Viele Röstereien mischen umgekehrt zuerst und rösten die Mischung in einem Durchgang, was eine Kompromisskurve für alle Bohnen bedeutet. 

Welche Jolly-Röstung ist die bekannteste?

Der Jolly Espresso Crema. Er besteht aus zwölf Arabica-Sorten mit Herkünften in der Karibik und Lateinamerika und ist im Charakter weich und rund. Es gibt ihn als Bohnen in 1000 g und 500 g sowie gemahlen in 250 g. 

Passt Jolly Espresso Crema in den Vollautomaten?

Ja. Die Röstung funktioniert sowohl im Siebträger als auch im Vollautomaten. Entscheidend ist in beiden Fällen der passende Mahlgrad, weil er die Durchlaufzeit und damit die Extraktion bestimmt. 

Gibt es Jolly auch entkoffeiniert?

Ja, Jolly führt eine koffeinfreie Espressoröstung als Bohnen in 500 g und gemahlen in 250 g. Eine 1000-g-Packung gibt es bei der koffeinfreien Variante nicht. 

Was hat Jolly Caffè mit Wein zu tun?

Die Familie hinter Jolly bewirtschaftet seit den sechziger Jahren zusätzlich das Weingut Tenuta San Martino im Chianti mit gut zwanzig Hektar Land. Dort entstehen Chianti DOCG und ein biologisch erzeugtes Olivenöl. 

Portrait Author

WALTER GEFÄLL

Kaffee-Experte und Inhaber von Kaffee-eShop, 25. Juli 2026 

von Walter Gefäll - 25 Jul, 2026

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